Führungskräfte in Psychosozialer Einsatznachsorge geschult

Die Feuerwehr hilft bei Bränden, Unfällen und anderen Notfällen, das ist klar. Durch eine hervorragende Ausbildung und Ausstattung können alle Einsatzlagen bewältigt werden. Manchmal können Eindrücke aus den Einsätzen jedoch die Psyche belasten. Einsatznachbesprechungen und gemeinsame Gespräche unter den KameradInnen ermöglichen, gestärkt daraus hervorzugehen. Sollte der Unterstützungsbedarf jedoch einmal größer sein, gibt es nun ein neues Projekt des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, das die Einsatzkräfte in der Psychosozialen Einsatznachsorge   unterstützt.

In Wetzlar haben nun der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. h.c. Ralf Ackermann, und Diplom-Psychologin Christina Krahl das Projekt „Nur für uns“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Infoline, bei der Einsatzkräfte der Feuerwehren anrufen und sich psychologisch beraten lassen können. Die anrufenden kommen im psychotraumatischen Zentrum für Diagnostik und Therapie an der BG Unfallklinik in Frankfurt am Main heraus. Auch wurden die Führungskräfte im Rahmen des Seminars darin geschult akute Stressreaktionen und posttraumatische Belastungsstörungen erkennen zu können, um die Einsatzkräfte ggf. gezielt ansprechen zu können. Im Ergebnis sollen Hürden abgebaut werden, sich Hilfe zu holen, wenn gewonnene Eindrücke mal nicht selbst verarbeitet werden können.

Die Infoline ist von Montag bis Freitag zwischen 9 – 17 Uhr kostenfrei unter 0800 0102112 erreichbar.