In seiner letzten Jahreshauptversammlung als Leiter der Feuerwehr Wetzlar ging Erwin Strunk auf Einsätze, Bauvorhaben und Mitgliederentwicklung ein.
675 Einsatzereignisse, 319 Einsatzkräfte, 151 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, 142 Kinder in der Kinderfeuerwehr und 88 Mitglieder in den Alters- und Ehrenabteilungen. Die beiden Musiktreibenden Züge (Spielmannszug Wetzlar und Blasorchester Garbenheim) zählen 68 Musiker. Das ist die Feuerwehr Wetzlar in Zahlen. Strunk zeigte auf, dass die Mitgliederzahlen bei den Einsatzkräften leicht zurückgegangen seien. Dies liege allerdings innerhalb der normalen Fluktuation und werde durch Übergänger aus der Jugendfeuerwehr bereits in 2026 wieder ausgeglichen. Im Amt für Brandschutz seien 15 hauptamtliche Einsatzkräfte und eine Mitarbeiterin in der Verwaltung beschäftigt. Die 675 Einsatzereignisse führten zu 1057 Alarmierungen in den 11 Stadtteilwehren und den Hauptamtlichen Kräften. Die Einsätze gliedern sich in 119 Brände, 207 Technische Hilfeleistungen, 263 Fehlalarmen und 86 Brandsicherheitsdienste auf.
Der Ausbildungsstand in den Wehren sei hervorragend, stellte der Leiter der Feuerwehr fest. Er begründete das unter anderem damit, dass die Einsatzkräfte 319 Lehrgänge und Seminare im Jahr 2025 besucht hätten.
Die Ausstattung der Feuerwehr Wetzlar sei ebenfalls auf einem guten Stand. Im Jahr 2025 sei ein neuer Kommandowagen in Dienst gestellt worden. Ein weiteres Wechselladerfahrzeug und ein neuer Werkstattwagen seien im Zulauf. Die neue Dreheiter sei in der Produktion beim Aufbauhersteller. Mit der Auslieferung sei noch in diesem Jahr zu rechnen. Das Land Hessen teilte 2025 einen Gerätewagen-Logistik für den Katastrophenschutz der Stadt Wetzlar zu. Stationiert sei das Fahrzeug in Niedergirmes.
Der Neubau in der Innenstadt könne laut Strunk im August bezogen werden. Der Neubau im Stadtteil Garbenheim werde im Herbst beginnen. In Dutenhofen werde es voraussichtlich im Herbst 2027 mit dem Bau des neuen Gerätehauses los gehen können.
Strunk bedankte sich bei allen Mitgliedern der Feuerwehr Wetzlar. Er hob dabei im Besonderen die Lebensparterinnen und Lebenspartner sowie die Arbeitgeber der Einsatzkräfte hervor. Nur durch deren Unterstützung sei es möglich, dass die Einsatzkräfte jederzeit an Einsätzen teilnehmen können. Am Ende der Versammlung merkte Erwin Strunk an, dass dies seine letzte Jahreshauptversammlung als Leiter der Feuerwehr Wetzlar gewesen sei. Er werde im November diesen Jahres nach 25 Jahren als Leiter der Feuerwehr in Pension gehen. Auch wenn der offizielle Eintritt in den Ruhestand erst im kommenden Jahr sei, würden die Überstunden und Resturlaubstage das frühere Ende seiner aktiven Zeit begründen.
Oberbürgermeister Manfred Wagner ging in seinen Grußworten auf das baldige Ausscheiden von Erwin Strunk als Leiter der Feuerwehr ein. „Die Zusammenarbeit mit ihnen hat immer Spaß gemacht, Sie haben ein hohes Maß an Fachwissen. Herzlichen Dank für dieses herausragende Engagement“, war vom Oberbürgermeister zu hören. Er ging auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen dem ehrenamtlichen und dem hauptamtlichen Teil der Feuerwehr Wetzlar ein. „Sie sorgen in dieser Kombination für Sicherheit in unserer Stadt, herzlichen Dank dafür“. Die Gremien der Stadt Wetzlar wüßten das zu schätzen, denn trotz knapper Haushaltsmittel, werde bei der Feuerwehr nicht gespart. Das sehe man unter anderem auch daran, dass in der Innenstadt die Fertigstellung des Neubaus in greifbarer Nähe sei und auch in den Stadtteilen Garbenheim und Dutenhofen sei man in Sachen Planung der Neubauten weit fortgeschritten. Für den Stadtteil Blasbach sei man in der Planungsphase. Wagner berichtete davon, dass bei der letzten Vor-Ort Besprechung im Neubau in der Ernst-Leitz-Straße das Teleskopmastfahrzeug probeweise in die neue Fahrzeughalle gefahren wurde. Augenzwinkernd räumte der OB damit auch das Gerücht aus der Welt, dass die Fahrzeuge nicht durch die Tore des Neubaus passen würden.
Aus der Partnerstadt Ilmenau berichtet Dr. Tobias Nowak. Für den Lahn-Dill-Kreis richtete Kreisbrandinspektor Harald Stürz ein Grußwort an die Anwesenden.
Dr. Sven Holland, Brandschutzdezernent im Regierungspräsidium Giessen, dankte den Einsatzkräften aus der Goethestadt. Auch er ging auf den guten Ausbildungsstand ein und begründete das mit dem Einsatz am Wetzlarer Krankenhaus im Februar 2026. Hier habe aus seiner Sicht alles sehr gut geklappt. Vor allem die sehr gute Zusammenarbeit mit den vielen beteiligten Stellen hob er besonders hervor.
Für den erkrankten Stadtkinderfeuerwehrwart verlas der Kinderfeuerwehrwart Pascal Nickel (Münchholzhausen) den Jahresbericht.
René Kauferstein verlass den letzten Bericht in seiner Funktion als Stadtjugendwart. Bei der turnusmäßigen Wahl in der letzten Jugendwartedienstversammlung verzichtete er auf eine erneute Kandidatur. Mara Seipp (Hermannstein) und Celina Wucke (Garbeheim) bilden nun das neue Führungsduo der Wetzlarer Jugendfeuerwehr. Gemäß Satzung muss diese Wahl in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung bestätigt werden. Das erfolgte in beiden Positionen einstimmig.
Für den Musikalischen Rahmen sorgte das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Wetzlar – Garbenheim unter der Leitung von Dr. Jennifer Nowak.
- Befördert wurden:
- Manuel Rompf (Innenstadt) und Christoph Gick (Blasbach) zum Brandmeister,
- Michael Zylka (Niedergirmes) zum Oberbrandmeister
- Yusuf Colak (Niedergirmes) und Matthias Golletz (Innenstadt) zum Hauptbrandmeister
- Verabschiedung in die Alters- und Ehrenabteilung:
- Armin Mack (Dutenhofen)
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v.l.n.r.: Armin Mack, Manuel Rompf, Matthias Golletz, Yusuf Colak, Christoph Gick, Michael Zylka, Oberbürgermeister Manfred Wagner, Leiter der Feuerwehr Erwin Strunk
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Oberbürgermeister Manfred Wagner
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Erwin Strunk, Leiter der Feuerwehr Wetzlar
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Das Blasorchester aus Garbeheim spielt zur Eröfnung auf