Nach knapp 1,5 Jahren Planungs- und Beschaffungszeit sind jetzt alle benötigen Gerätschaften eingetroffen, so dass das neue Konzept im Einsatz umgesetzt werden kann. Dabei wurden alle 11 Stadtteile mit einer identischen Waldbrandausstattung für den ersten Angriff ausgestattet. Sie besteht aus Löschrucksäcken, Werkzeugen zur Bodenbearbeitung und einem Rucksack mit Schläuchen und passenden Strahlrohren, speziell für den Waldbrand.
Ergänzt wird diese Ausstattung für den ersten Angriff mit dezentral gelagerter, ergänzender Ausstattung. Um Wasser über eine längere Wegstrecke fördern zu können, wurden zwei Tragkraftspritzen angeschafft. Diese werden in der Innenstadt stationiert und können mit dem geländegängigen Logistikfahrzeug zusammen mit dem benötigten Schlauchmaterial schnell in den Einsatz gebracht werden. Der weitaus größte Teil der ergänzenden Ausstattung wird in Münchholzhausen und Naunheim gelagert. Diese beiden Wehren bringen dann Feuerpatschen, Schläuche, Faltbehälter für Löschwasser und weiteres Werkzeug zur Bodenbearbeitung mit den bereits vorhandenen Transportanhängern an die jeweilige Einsatzstelle. Das Konzept wurde vom stv. Amtsleiter der Feuerwehr Wetzlar, Thorsten Kraft, zusammengestellt. Dabei unterstützte auch der für Wetzlar zuständige Förster Thomas George, der zusammen mit der Feuerwehr Wetzlar auch Befahrungen von Waldwegen durchführte und dabei auch die Besonderheiten des Wetzlarer Waldes aufzeigte. Die Vorgaben aus dem Waldbrandkonzept des Landes Hessen und die im Austausch mit anderen Feuerwehren, z.B. Fernwald-Annerod, gewonnen Erkenntnisse sind ebenfalls in das Wetzlarer Konzept eingeflossen.
Bei der offiziellen Übergabe schaute sich auch Wetzlars Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent, Manfred Wagner, die vielen neuen Gerätschaften an. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für das Engagement und die vielen Detaillösungen, die in das neue Konzept eingeflossen seien. Die ca. 120.000 € seien hier gut investiertes Geld, dass unterm Strich der ganzen Wetzlarer Bürgerschaft zugutekomme. Die Erfahrung der letzten Jahre habe gezeigt, das es auch in den heimischen Wäldern zu größeren Brandereignissen kommen könne. Daher sei es gut, dass man sich frühzeitig mit solchen Konzepten beschäftigte, um dann im Ernstfall auch gut vorbereitet zu sein.

v.l.n.r. Thorsten Kraft, stv. Amtsleiter Feuerwehr Wetzlar, Lea Hartmann und Patrick Gerhardt vom Amt für Brandschutz, der Leiter der Feuerwehr Wetzlar, Erwin Strunk und Oberbürgermeister Manfred Wagner.