Die 317 aktiven Einsatzkräfte der Feuerwehr Wetzlar mussten 1120 Einsätze, davon 295 Brände, im letzten Jahr bewältigen. Diese beeindruckende Zahl nannte Erwin Strunk, Leiter der Feuerwehr Wetzlar, bei seinem Bericht in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller 11 Wetzlarer Stadtteilwehren. Die Schwelle von 1.000 Einsätzen sei noch nie vorher überschritten worden.

21 Quereinsteiger finden den Weg zur Feuerwehr Wetzlar


Erfreulich ist, dass die Einsatzstärke der ehrenamtlichen Feuerwehrleute gegen den landesweiten Trend stabil geblieben ist. Insgesamt haben 16 Jugendliche aus der Jugendfeuerwehr, aber auch 21 Quereinsteiger den Weg in eines der wichtigsten Ehrenämter gefunden. „Das sind die Auswirkungen unserer guten Jugendarbeit sowie die deutlich intensivierte Öffentlichkeitsarbeit.“, so Strunk. Letztere wurde auch persönlich durch den hessischen Innenminister Beuth (CDU) mit der Ehrung „Feuerwehr des Monats“ im April 2018 honoriert.


Insgesamt 255 Seminare und Lehrgänge wurden neben den normalen Übungs- und Fortbildungsdiensten an den Standorten ehrenamtlich besucht. Hier bedankte sich Strunk insbesondere bei den Arbeitgebern, die durch ihr Verständnis die Lehrgangsteilnahme oftmals erst möglich machten. Er unterstrich, dass die Aus- und Fortbildung ein wichtiger Baustein ist, damit die Feuerwehr Wetzlar auch in Zukunft den gestellten Anforderungen gerecht werden kann.

Vorbeugender Brandschutz hat sich bewährt


Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) hob hervor, dass Arbeitgebern unschätzbare Kompetenzen für den Berufsalltag mitgegeben würden. Er erteilte denen eine klare Absage, die Einsatzkräfte in ihrer Arbeit behindern oder sich in sozialen Medien über die Ehrenamtlichen lächerlich machten. „Es wird Zeit, dass die schiefe Ebene in die Balance gebracht wird“, mahnte er. Wagner lobte die gute Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen und lobte auch den erfolgreichen Großeinsatz in den Lahn-Dill-Kliniken, der durch die funktionierenden vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen zeigte, wie wichtig solche Investitionen sind.

Weitere Investitionen in Fahrzeuge, Ausrüstung und Gerätehäuser geplant


Er sicherte die finanzielle Unterstützung der Stadt trotz der engen Haushaltslage zu. In Zukunft stehen weitere Investitionen in Fahrzeuge, Ausrüstung aber auch bei den Gerätehäusern an. Insbesondere bei den Unterkünften in Dutenhofen und Garbenheim gebe es Handlungsbedarf. Die Planungen für eine neue Feuerwache in der Innenstadt laufen auf Hochtouren.

Wiederwahlen und Ergänzungswahlen bei Wehrführungen


2018 sind in Garbenheim, Niedergirmes und Steindorf die Wehrführungen wiedergewählt worden. In Blasbach und in der Innenstadt gab es Ergänzungswahlen. Zwei hauptamtliche Kräfte konnten neu eingestellt werden, da zwei den Weg zu anderen Feuerwehren fanden. Einer befindet sich bereits in der Ausbildung und die erste hauptamtliche Feuerwehrfrau Wetzlars wartet auf einen Ausbildungsplatz.


Verdiente Feuerwehrleute konnten auch dieses Jahr befördert werden: Karsten Siegel (Niedergirmes) und Tim Jöckel (Innenstadt) wurden zu Brandmeistern, André Weber (Dutenhofen) zum Oberbrandmeister und Harald Rautzenberg (Niedergirmes) sowie Thorsten Kraft (Blasbach) zu Hauptbrandmeistern befördert.


Verabschiedet wurden nach langjähriger Tätigkeit im aktiven Feuerwehrdienst Jörg Förster, Stefan Tiegs (beide Blasbach) und Wilfried Schnorr (Münchholzhausen).