Mehrere Brände in Wetzlar…

mit verheerenden Schäden waren für eine Gruppe beherzter Männer Anlass, im Jahre 1863 die freiwillige Feuerwehr zu gründen. In den vergangenen Jahrhunderten gab es eine Vielzahl von Brandkatastrophen in der Stadt. Überliefert ist ein Brand vom 10. August 1334. Damals muss ein großes Feuer gewütet haben, denn die Stadt Wetzlar wurde für zehn Jahre von allen Steuern befreit.

 

 

1561

 

schlug ein Blitz in das spitze Holzdach des Domturmes, so dass es vollständig abbrannte. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Bau der heute noch erhaltenen barocken Turmhaube begonnen. Sie beherbergte von da an eine Wohnung für den städtischen Turmwächter, der den Feuerbeobachtungsdienst ausübte. Ein Brand im Hospital war der Auslöser für die Aufstellung einer städtischen Feuerlöschordnung im Jahre 1670.

 

 

Schon wenige Jahre später

verwüstete ein Großfeuer 70 Gebäude in der Reichsstadt. Das letzte schwere Brandunglück, das Wetzlar als Reichsstadt traf, ereignete sich im Jahre 1779. Hierbei wurden 20 Gebäude vernichtet. Hessische Soldaten eilten zur Hilfe herbei. Ein Brand im Jahre 1860, bei dem neun Wohnhäuser, Scheunen, Ställe und ein Magazin vernichtet wurden, war dann der Anlass zu Gründung der freiwilligen Feuerwehr. Ein Vorstand des Turnvereins rief seine Mitglieder zur Mitarbeit bei der Feuerwehr auf. 1932 kaufte die Stadt die erste 800-Liter-Motorspritze, die zweite folgte 1934. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurde ein LF 25 und eine Drehleiter mit 32 Metern Steighöhe in Dienst gestellt. Beide Fahrzeuge waren bis in die 50er Jahre im Einsatz. Zwei große, 18 mittlere und 32 kleine Brände erlebte Wetzlar im Zweiten Weltkrieg.

 

 

Am 31. März 1952

bestand die Feuerwehr Wetzlar aus vier Löschzügen, die sich auf das gesamte Stadtgebiet verteilten. Sie waren laut Verwaltungsbericht wie folgt untergebracht: erster und zweiter Zug Feuerwehrdepot Schillerplatz, dritter Zug Feuerwehrdepot Niedergirmes, vierter. Zug Feuerwehrdepot Büblingshausen.

 

 

Ein Feuer im Jahre 1970

veränderte dann nochmals das Bild der Innenstadt. Das historische „Goldene Roß” brannte ab. Das Gebäude konnte nicht mehr gerettet werden.

Die Organisation der Freiwilligen Feuerwehr in Wetzlar wurde immer wieder den geänderten Gegebenheiten angepasst. Man gründete 1974 die Jugendfeuerwehr und erließ eine neue Feuerwehrsatzung. Darin hieß es in § 2: „Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Wetzlar sind als öffentliche Feuerwehren (…) städtische Einrichtungen (…). Sie führen die Bezeichnung: Freiwillige Feuerwehr Wetzlar und sind selbstständige Feuerwehren unter der Gesamtleitung des Stadtbrandinspektors.“

 

 

Im Jahr 2005

wurde auch bei der Feuerwehr Wetzlar als letzte Feuerwehr in einer Sonderstatusstadt in Hessen die Struktur entscheidend verändert. Seit diesem Zeitpunkt handelt es sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Wetzlar um eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften und einer hauptamtlichen Leitung der Feuerwehr.

 

 

Heute

 

gilt die Satzung vom 07.06.2006. Die Einteilung in drei Feuerwachen ist geblieben. Der Leiter der Feuerwehr ist der Gesamtleiter aller Feuerwehren in der Stadt Wetzlar. Die einzelnen Einsatzabteilungen wählen sich jedoch eigene Wehrführer. Die Aufgaben von damals sind auch heute noch die selben. Die Feuerwehr in Wetzlar sorgt an 365 Tagen im Jahr für Ihre Sicherheit.